Bet Tfila
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Willkommen auf der Homepage der Bet Tfila – Forschungsstelle.


CfP: Synagogue and Museum
3rd International Congress on Jewish Architecture Technische Universität Braunschweig, November 21 to 23, 2016

Seit der Antike und besonders seit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 u.Z. sind Synagogen die zentralen Versammlungsorte jüdischer Gemeinschaften. Sie sind komplexe, vieldeutige Objekte von großer Aussagekraft für die religiösen, sozialen, ökonomischen und künstlerischen Entwicklungen der jüdischen Kultur und reflektieren zugleich deren Wechselwirkungen mit den umgebenden Kulturen. Seit dem Holocaust erlangten die historischen Synagogen zudem eine große Bedeutung als Kristallisationspunkte der Erinnerungskultur.

Doch nicht erst seit dem Ende des Holocausts besteht ein kunst-, architektur- und allgemein kulturhistorisches Interesse an Synagogen und ihren Ausstattungen als Ausdruck der materiellen Kultur(en) des Judentums. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit der Etablierung einer „jüdischen Volkskunde“ die Dokumentation und museale Sammlung von Synagogen ein. Objekte der jüdischen religiösen und kulturellen Praxis wurden in Judaika-Sammlungen ebenso „musealisiert“ wie ganze Synagogenausstattungen und manchmal sogar Teile ihrer Architektur.

Nach 1945 setzte sich die Beschäftigung mit Synagogen als kulturhistorische Exponate fort. Neben ihren Ausstattungsstücken kamen die jetzt „leeren“ Bauwerke in den Fokus. Das historische Synagogengebäude wurde zum Museum erklärt, seine Substanz zum Exponat und zum Beleg unterschiedlichster Interpretationsmuster jüdischer Kultur und Geschichte. Die Rekonstruktion zerstörter Synagogen generiert eine weitere Gruppe von musealen Objekten.

Der Kongress widmet sich der ganzen Breite der Thematik sowohl mit theoretisch-historischen Reflexionen wie mit Untersuchungen von Fallbeispielen historischer und aktueller Praktiken musealer Dokumentation, Sammlung, Erforschung und Vermittlung von Synagogen und ihren Ausstattungen. Angesprochen sind daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Feldern Kunst- und Architekturgeschichte, Museologie, Kulturwissenschaft, jüdische Studien und Judaistik, sowie aus Museen, Denkmalpflege und Restaurierung.

Mit diesem internationalen Call for Papers für 15minütige Vorträge und Posters für eine Posterpräsentation bietet der Kongress ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Museen, Sammlungen und Initiativen ein Forum zur Vorstellung ihrer Projekte und Institutionen. Die Mitglieder des Academic Boards entscheiden mit den Organisatoren über die Annahme für einen Vortrag bzw. eine Posterpräsentation. Eine zeitnahe Publikation wesentlicher Ergebnisse der Tagung (Papers und ggf. Posters) soll 2017 in der Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erfolgen. Die Konferenzsprache ist Englisch. Ob und in welcher Höhe Reise- und Übernachtungskosten übernommen werden können, hängt von der Bewilligung entsprechender Förderanträge ab.

Der Kongress wird gemeinsam von der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (Braunschweig/ Jerusalem) und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, in Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum, Braunschweig, und dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. organisiert.

Den gesamten Call finden Sie hier.


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Tagung:
Objekt und Schrift – Erste Arbeitstagung des Netzwerks jüdische Sachkultur Braunschweig/Hannover, 13. – 15. April 2016

Das Themenfeld „jüdische Sachkultur“ rückt in Forschung, Lehre und Vermittlung zunehmend ins Zentrum des Interesses. Mit dem Aufbau eines Netzwerks aus Hochschulen, Sammlungen und anderen Institutionen verknüpft sich die Erwartung, durch interdisziplinären und internationalen Austausch Methoden und Ziele zu diskutieren sowie neue Projekte und Kooperationen zu initiieren. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich an der ersten öffentlichen Arbeitstagung des Netzwerks jüdische Sachkultur zu beteiligen, die vom 13. bis 15. April 2016 an der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der Technischen Universität Braunschweig und am Europäischen Zentrum für jüdische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover stattfinden wird. Das aktuelle Programm finden Sie hier.


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Hornburg – Forschungsprojekt zur jüdischen Gemeinde, deren Synagoge und weiteren Einrichtungen

Die Bet Tfila – Forschungsstelle hat zum Januar 2016 das Forschungsprojekt "Hornburg – 250 Jahre Synagoge und deren jüdische Gemeinde". In Kooperation mit dem Braunschweigischen Landesmuseum (Dr. Pöppelmann, Dr. Derda), dem Center for Jewish Art (Dr. Levin), dem Stadtarchiv Hornburg (Dr. Heise) und der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen (Prof. Schaller, Dr. Brody) erforschen Prof. von Kienlin und M. Przystawik die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hornburg und deren Einrichtungen. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in der Förderlinie PRO*Niedersachsen.


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Neuer Newsletter erschienen

Im Dezember 2015 ist der neue Newsletter der Bet Tfila – Forschungsstelle Nr. 18, bet-tfila.org/info 1+2/15 erschienen.

 


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Neu erschienen:
Katrin Keßler & Alexander von Kienlin (Hg.): Jewish Architecture – New Sources and Approaches

Im Dezember 2015 veröffentlichte die Bet Tfila Band 8 ihrer Schriftenreihe .

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