Bet Tfila
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Willkommen auf der Homepage der Bet Tfila – Forschungsstelle.


Neuer Newsletter erschienen

Im September 2016 ist der neue Newsletter der Bet Tfila – Forschungsstelle Nr. 19, bet-tfila.org/info 1/16 erschienen.

 


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Netzwerk jüdisches Kulturerbe
Vereinbarung zur Kooperation Braunschweig/ Hannover, April 2016

Idee
Jüdische Kultur und Geschichte spiegeln sich in Zeugnissen wider, deren Erforschung und Interpretation Ziel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen ist. Gegenstände des jüdischen Kulturerbes geben auf vielfältige Art und Weise Auskünfte über politische, soziale und ökonomische, aber auch über religiöse, geistige und künstlerische Entwicklungen bis in die Gegenwart. Solche Gegenstände, Wissensbestände und Traditionen systematisch zu dokumentieren, zu bewerten und zu kontextualisieren, sie zu erhalten und das Wissen um sie an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln ist eine Aufgabe, die nur interdisziplinär, im internationalen Austausch und mit Einbindung verschiedenster Institutionen (Hochschulen, Museen, Denkmalpflege, jüdische Gemeinden, lokale und regionale Initiativen, Fachleute) erfolgreich und dauerhaft bewältigt werden kann.

Ziele
Mit dem „Netzwerk jüdisches Kulturerbe“ soll eine langfristige Kooperation aufgebaut werden, in deren Rahmen die Forschung, die akademische Lehre, die Fortbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Bewahrung der Objekte und die öffentliche Vermittlung von Themen jüdischer Kultur und Geschichte auf breit gefächerter methodischer Grundlage stattfindet. Die Mitglieder des offenen Netzwerks streben einen intensiven Austausch an, um partnerschaftliche Forschungsvorhaben, Konferenzen und Publikationen umzusetzen. Damit wird erreicht, das Themenfeld „materielle und immaterielle Kultur“ im Hinblick auf jüdische Kultur in neuer Perspektive im wissenschaftlichen Diskurs zu verankern und größere Aufmerksamkeit auf die Zeugnisse selbst zu lenken.

Die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, Technischen Universität Braunschweig/ Hebrew University of Jerusalem, und das Europäische Zentrum für Jüdische Musik, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, haben mit den Tagungen in Greifswald (2015) und Braunschweig/Hannover (2016) eine grundlegende Initiative zur Etablierung einer solchen langfristigen Kooperation gegeben. Die Struktur und weitere inhaltliche Ausrichtung des Netzwerks jüdisches Kulturerbe wird sich im Rahmen künftiger (Projekt-) Arbeit der Akteure und Partner entwickeln.

Ziel des Netzwerks jüdisches Kulturerbe ist es, gemeinsame Projekte, Tagungen und Publikationen zu initiieren und durchzuführen. Das Netzwerk versteht sich als ein Forum zur Ideenfindung und koordinierten Vorbereitung von Forschungs- und Vermittlungsprojekten. Auf regelmäßigen Arbeitstreffen und im stetigen Dialog tauschen sich die Beteiligten über aktuelle Fragen der Forschung und Lehre aus.

Das Netzwerk gibt den Rahmen, zu den vielfältigen Themenfeldern des jüdischen Kulturerbes Cluster von Institutionen und Fachleuten zu bilden, indem es die Expertisen unterschiedlicher Disziplinen zusammenführt. Eine Arbeitsstelle wird als Ansprechpartner für alle Beteiligten und für Anfragen anderer Interessierter dienen. Eine Website sowie eine Mailing-List bilden die Kommunikationsplattform.

Ein wesentliches Ziel ist es, das Themenfeld in der akademischen Lehre besser zu verankern, zum Beispiel durch die Einrichtung eines Graduiertenkollegs bzw. eines Schwerpunktprogramms. Weitere Veranstaltungen (Exkursionen, Lehrprogramme, Summerschools etc.) sollen den Austausch unter Forschenden, Lehrenden und Studierenden fördern. Zudem soll der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wechselseitig in unterschiedlichen Formaten gestärkt werden. Die Unterzeichner unterstützen die Ideen und die Arbeit des Netzwerks.


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Synagogue and Museum
3rd International Congress on Jewish Architecture Technische Universität Braunschweig, November 21 to 23, 2016

Seit der Antike und besonders seit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 u.Z. sind Synagogen die zentralen Versammlungsorte jüdischer Gemeinschaften. Sie sind komplexe, vieldeutige Objekte von großer Aussagekraft für die religiösen, sozialen, ökonomischen und künstlerischen Entwicklungen der jüdischen Kultur und reflektieren zugleich deren Wechselwirkungen mit den umgebenden Kulturen. Seit dem Holocaust erlangten die historischen Synagogen zudem eine große Bedeutung als Kristallisationspunkte der Erinnerungskultur.

Doch nicht erst seit dem Ende des Holocausts besteht ein kunst-, architektur- und allgemein kulturhistorisches Interesse an Synagogen und ihren Ausstattungen als Ausdruck der materiellen Kultur(en) des Judentums. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit der Etablierung einer „jüdischen Volkskunde“ die Dokumentation und museale Sammlung von Synagogen ein. Objekte der jüdischen religiösen und kulturellen Praxis wurden in Judaika-Sammlungen ebenso „musealisiert“ wie ganze Synagogenausstattungen und manchmal sogar Teile ihrer Architektur.

Nach 1945 setzte sich die Beschäftigung mit Synagogen als kulturhistorische Exponate fort. Neben ihren Ausstattungsstücken kamen die jetzt „leeren“ Bauwerke in den Fokus. Das historische Synagogengebäude wurde zum Museum erklärt, seine Substanz zum Exponat und zum Beleg unterschiedlichster Interpretationsmuster jüdischer Kultur und Geschichte. Die Rekonstruktion zerstörter Synagogen generiert eine weitere Gruppe von musealen Objekten.

Der Kongress widmet sich der ganzen Breite der Thematik sowohl mit theoretisch-historischen Reflexionen wie mit Untersuchungen von Fallbeispielen historischer und aktueller Praktiken musealer Dokumentation, Sammlung, Erforschung und Vermittlung von Synagogen und ihren Ausstattungen. Angesprochen sind daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Feldern Kunst- und Architekturgeschichte, Museologie, Kulturwissenschaft, jüdische Studien und Judaistik, sowie aus Museen, Denkmalpflege und Restaurierung.

Mit diesem internationalen Call for Papers für 15minütige Vorträge und Posters für eine Posterpräsentation bietet der Kongress ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Museen, Sammlungen und Initiativen ein Forum zur Vorstellung ihrer Projekte und Institutionen. Die Mitglieder des Academic Boards entscheiden mit den Organisatoren über die Annahme für einen Vortrag bzw. eine Posterpräsentation. Eine zeitnahe Publikation wesentlicher Ergebnisse der Tagung (Papers und ggf. Posters) soll 2017 in der Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erfolgen. Die Konferenzsprache ist Englisch. Ob und in welcher Höhe Reise- und Übernachtungskosten übernommen werden können, hängt von der Bewilligung entsprechender Förderanträge ab.

Der Kongress wird gemeinsam von der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa (Braunschweig/ Jerusalem) und dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg, in Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum, Braunschweig, und dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. organisiert.

Tagungsprogramm

Bitte benutzen Sie unser Formular, um sich zum Kongress anzumelden.


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Hornburg – Forschungsprojekt zur jüdischen Gemeinde, deren Synagoge und weiteren Einrichtungen

Die Bet Tfila – Forschungsstelle hat zum Januar 2016 das Forschungsprojekt "Hornburg – 250 Jahre Synagoge und deren jüdische Gemeinde". In Kooperation mit dem Braunschweigischen Landesmuseum (Dr. Pöppelmann, Dr. Derda), dem Center for Jewish Art (Dr. Levin), dem Stadtarchiv Hornburg (Dr. Heise) und der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen (Prof. Schaller, Dr. Brody) erforschen Prof. von Kienlin und M. Przystawik die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hornburg und deren Einrichtungen. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in der Förderlinie PRO*Niedersachsen.


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