Vortrag von Dr.-Ing. Katrin Keßler am 26.3.26 um 17:00 Uhr im Städtischen Museum Braunschweig
Die mehr als 2000 jüdischen Friedhöfe in Deutschland wurden nicht nur in der Zeit des Nationalsozialsmus schwer verwüstet, sondern waren auch nach 1945 immer wieder von Schändungen und anderen Angriffen bedroht. Angriffe auf Friedhöfe waren in der Vergangenheit häufig aber auch Anlass für ein wachsendes Bewusstsein für das jüdische Erbe vor Ort. Etwa seit den 1960er Jahren entwickelte sich ehrenamtliches Engagement unterschiedlicher Gruppen aber auch vieler einzelner Personen für jüdische Friedhöfe. Der Vortrag stellt diese Entwicklung bis heute vor, die Probleme und Herausforderungen, aber auch die zunehmende Bedeutung jüdischer Friedhöfe für die Erinnerungskultur und Vermittlungsarbeit für unterschiedliche Zielgruppen.
Weitere Informationen zum Vortrag und der Veranstaltungsreihe finden Sie hier.
Conference, TU Braunschweig, 24.–25.11.2026
Die Bet Tfila – Forschungsstelle veranstaltet im November 2026 eine Konferenz, die sich mit aktuellen Herausforderungen bei der Vermittlung des jüdischen Lebens und der jüdischen Geschichte befasst. Sinkende Schülerzahlen, anhaltende Debatten über Erinnerungskultur und zunehmende gesellschaftliche Spannungen prägen die Diskussion über Vermittlungsangebote sind. Die Tagung bietet ein interdisziplinäres Forum, um innovative pädagogische Ansätze zu reflektieren und zu diskutieren, die kreativ und verantwortungsbewusst auf diese Gegebenheiten reagieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisorientiertem und erfahrungsbasiertem Lernen durch die Zusammenarbeit mit Archiven, Museen, kulturellen Einrichtungen und digitalen Projekten.
Den englischsprachigen Call for Papers finden Sie hier.
Tagung, TU Braunschweig/NLD Hannover, 11.+12. März 2026
Die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur an der Technischen Universität
Braunschweig, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und der Arbeitskreis
„Geschichte der Juden“ der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen laden
Sie herzlich ein, Beiträge für die Tagung „Topographien religiöser Mehrheiten-Minderheiten-
Konstellationen im historischen Vergleich“ vorzuschlagen. Im Mittelpunkt dieser
wissenschaftlichen Veranstaltung steht die Analyse der baulichen Strukturen und
topographischen Netzwerke in den Orts- und Städtebildern der Neuzeit, die als Indikatoren
für Phänomene der Akkulturation, des Austauschs sowie der Abgrenzung zwischen religiösen
Minderheiten und der christlichen Mehrheitsgesellschaft dienen.
Mit Beiträgen von: Andreas Flick, Andreas Jacob, Beate Löffler, Patrick Marburger, Birgit Nelissen, Mirko Przystawik, Ivalu Vesely u. a.
Das Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
Workshop im Rahmen des DFG-Projektes: Erich Mendelsohns Büros. Internationale Netzwerke eines jüdischen Architekten im 20. Jahrhundert;
16.–17. September 2026 an der TU Braunschweig
Im Rahmen des DFG-Projekts „Erich Mendelsohns Büros. Internationale Netzwerke eines jüdischen Architekten im 20. Jahrhundert“ veranstaltet die Bet Tfila – Forschungsstelle zusammen mit den Projektpartnern an der TU Braunschweig einen Workshop.
Den Call for Papers finden Sie in deutscher und englischer Sprache.
Workshop, 12.–14. Oktober 2026 in Klapeida/Litauen
Im Rahmen des Projekts „Transformation des Erbes, Erbe der Transformation. Synagogengebäude im heutigen Polen und das Vermächtnis der postsozialistischen Übergänge“ unter der Leitung von Bet Tfila – Forschungsstelle und dem Deutschen Historischen Institut in Warschau findet die Konferenz „Transformation of Heritage, Heritage of Transformation. Political Change and Its Impact on Synagogues“ statt.
Die Veranstaltung findet vom 12. bis 14. Oktober 2026 am Institut für Geschichte des Baltikums und Archäologie der Universität Klaipėda statt und befasst sich mit den Prozessen der Bewahrung des jüdischen Erbes in Mittel- und Osteuropa sowie den baltischen Staaten nach 1990, mit besonderem Schwerpunkt auf Synagogen und anderen jüdischen Gebäuden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Analyse der Nutzung, Transformation, Erhaltung, Rekonstruktion und Restaurierung dieser Gebäude im Kontext der politischen, rechtlichen und sozialen Transformationen der letzten 35 Jahre. Die Veranstaltung, die im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 2357 „Jüdisches Kulturerbe“ organisiert wird, steht Vertretern verschiedener Disziplinen – Wissenschaftlern, Experten und Praktikern – offen. Bewerbungen mit Abstract und kurzem Lebenslauf werden bis zum 31. Januar 2026 entgegengenommen.
Weitere Informationen zum Projektvorhaben finden Sie hier.
In den kommenden Monaten präsentiert das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Hannover (Leibnizufer 9) in seiner 2024 eröffneten Dauerausstellung zur Geschichte seines Standorts ein Rekonstruktionsmodell der Alten Synagoge Hannovers als Leihgabe aus der Sammlung der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur.
Weitere Informationen finden Sie hier.