Die Architekturgeschichte jüdischer Gemeindeeinrichtungen in Deutschland seit 1945

gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2006-08

Dr.-Ing. Ulrich Knufinke M.A.

Seit 1945 sind in Deutschland über hundert Synagogen, Betsäle, Gemeindezentren, Friedhofsbauten und andere Einrichtungen jüdischer Gemeinden entstanden. Ihre Architektur zu beschreiben, ihre Entwicklung darzustellen und die historischen Umstände ihrer Entstehung und Wirkung nachzuzeichnen ist Ziel eines auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Auf der Grundlage einer umfangreichen Dokumentation sowohl der Bauwerke selbst als auch ihrer Planungs- und Baugeschichte lassen sich typologisch-stilistische Wandlungen in der Architektur der jüdischen Bauten nachvollziehen. Zeitgenössische Texte – Beschreibungen der Architekten, Einweihungsansprachen und Beiträge von Vertretern der jüdischen Gemeinden, der Politik und anderer Institutionen, Presseberichte und architektur-kritische Artikel – geben Auskunft über die sich wandelnden Intentionen und die Rezeption der Synagogen und anderen Bauprojekte jüdischer Gemeinden: Bis in die Gegenwart finden sie größtes öffentliches Interesse und wecken die Neugier von Bürgerinnen und Bürgern.

Als ein erstes Ergebnis des Forschungsprojekts ist auf der Website des Zentralrats der Juden in Deutschland eine Datenbank verfügbar. Dort werden zahlreiche Synagogen und Gemeindezentren in aktuellen Fotos und Beschreibungen vorgestellt.

Grundinformationen und Fotos der gegenwärtig von jüdischen Gemeinden in Deutschland genutzten Synagogen sind auch in der Datenbank www.synagogen.info zugänglich, wo sie die Informationen über die historischen Synagogenbauwerke ergänzen.

Einen Überblick über die Entwicklung der Synagogenarchitektur in Deutschland gibt der Artikel „Neue Synagogen in Deutschland nach 1945 “ im Band Synagogenarchitektur in Deutschland.

Essen/ Deutschland : Synagoge nach Osten

Duisburg/ Deutschland : Detail des Gemeindezentrums