Datenbank "Jewish Architecture in Europe"
Die Datenbank „Jewish Architecture in Europe“ ist eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Erfassung von Informationen (schriftlichen und bildlichen) zur Architektur der Synagogen, Friedhofsbauten, Ritualbäder und andere Einrichtungen jüdischer Gemeinden in Europa. Sie entsteht im Rahmen der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa.
Für die Programmierung der Datenbank, die eine neue und komplexe Struktur erfordern wird, soll mit weiteren Wissenschaftlern interdisziplinär kooperiert werden. Diese Programmstruktur könnte im Zusammenhang mit einem BMBF-Projekt „E-science for Architecture – Aufbau einer digital library for architecture“ erarbeitet werden, das derzeit vom Institut für Gebäudelehre und Entwerfen der TU Braunschweig, dem Lehrstuhl für Architekturinformatik und Architekturdarstellung der TU Cottbus, der Universitätsbibliothek Braunschweig, dem Institut für Computergrafik der TU Braunschweig, von IBM Deutschland/Sercom, Stuttgart, der DAM-Group, Immenstaad, und von DUR Consult, Waldenbuch, vorbereitet wird. Das Rechenzentrum der TU Braunschweig stellt hierfür die nötige Hardware und Administration zur Verfügung.
Das Projekt „E-science for Architecture“ ist auf sechs Jahre angelegt, nach drei Jahren soll eine funktionierende Version erarbeitet sein. Die Datenbankstruktur kann von vornherein für die Erfordernisse der Datenbank „Jewish Architecture in Europe“ zugeschnitten werden, wenn sich die Bet Tfila – Forschungsstelle daran inhaltlich beteiligt.
Die Erfassung der Daten zu den Bauwerken, für die u.a. auf die Vorarbeiten am Center for Jewish Art der Hebrew University of Jerusalem zurückgegriffen werden kann, müßte in einem großangelegten Gemeinschaftsprojekt europäischer Institute erfolgen, die sich mit jüdischer Architektur befassen. Hierfür wird es nötig sein, ein EU-Projekt so rasch wie möglich zu beantragen. Die Vorbereitung dieses Antrags kann von der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa durchgeführt werden.
Die Datenerfassung kann sowohl die Auswertung der publizierten Forschungsliteratur als auch eine Grunddokumentation der Bauten selbst (Angaben zum heutigen Zustand, Fotos) umfassen.