Internationaler Kongress "Reform Judaism and Its Architecture "
TU Braunschweig, 10.-14. Oktober 2010

Call for Papers:

Im Jahr 2010 feiert das progressive Judentum in aller Welt den 200. Jahrestag seiner „mother synagogue“– den Jahrestag des 1810 in Seesen eingeweihten „Jacobstempels“, der ersten eigens errichteten Reformsynagoge. Dieses Jubiläum nimmt die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa als Anlass, die von Niedersachsen ausgehenden Anfänge der Reformsynagogen und ihre Verbreitung von Deutschland aus in die Welt zu erforschen.

Zu diesem Zweck möchte die Bet Tfila – Forschungsstelle in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) vom 10. bis 14. Oktober 2010 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten an die Technischen Universität Braunschweig einladen, um den Themenkomplex des Reformjudentums und dessen Architektur zu erörtern. Hierbei stehen Bauwerke der jüdischen Reformgemeinden aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum der Betrachtung, ohne dass sie aber zum ausschließlichen Untersuchungsgegenstand erhoben werden sollen. Mögliche Themen beziehen sich etwa auf die folgenden Fragestellungen: Gab es deneinen Typus der Reformsynagoge? Welche Wechselbeziehungen bestanden zwischen den liturgischen Reformen einerseits und der Architektur bzw. Innenraumgestaltung der Synagogen auf der anderen Seite? Auf welche Weise trug die Synagogenarchitektur der Rekonzeptualisierung des Gottesdienstes Rechnung? Welche Aussagen lassen sich aus komparativer Perspektive über die architektonische Entwicklung der jüdischer Gebetshäuser treffen? Welche besonderen regionalen Gestaltungsmerkmale kennzeichnen die Architektur jüdischer Gotteshäuser? Welche Unterschiede und Übereinstimmungen lassen sich im nationalen, europäischen und internationalen Vergleich feststellen?

Neben der Betrachtung der rein architektonischen Ausprägungen sollen ebenso interdisziplinäre Zugänge zum Tragen kommen: Judaisten, Musikwissenschaftler, Historiker, Liturgiewissenschaftler sind eingeladen, über Unterschiede und Parallelen zwischen den jüdischen (orthodox, konservativ, liberal, progressiv, etc.) Gemeinden nachzudenken sowie Vergleiche mit der christlichen Umwelt (protestantisch, katholisch, etc.) anzustellen.

Der Kongress wird in englischer Sprache abgehalten werden. Bitte bewerben Sie sich mit einem kurzen Abstract (auf Deutsch oder Englisch, max. eine Din A4 Seite) sowie einem kurzen Lebenslauf incl. Publikationsliste bis zum 29. März 2010:

Prof. Dr. Harmen H. Thies
Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa
Technische Universität Braunschweig
Pockelsstr. 4
38106 Braunschweig
Deutschland
Tel. +49 (0)531 391 2525
Fax +49 (0)531 391 2530
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